Mittwoch, 20. Juni 2007

Gelungene Generalprobe

Der Bonn Triathlon war nach anfänglichem Unmut wegen knapp 40 Minuten Startverzögerung eine rundum gelungene Generalprobe für den Frankfurt Ironman. Eigentlich so gar mehr als das, ich muss wohl meine eigenen Ziele etwas nach oben korrigieren … aber fangen wir vorne an.

Den Wecker hatte ich bewusst früh gestellt. Es sollte ja eine Generalprobe werden. 6 Uhr oder 4 Stunden vor dem Start. Puhhh sehr früh. Das Frühstück muss ich entsprechend alleine "genießen". Das halbe Baguette mit Honig ist kaum zu bezwingen, so früh auch kaum verwunderlich. Gegen 8 Uhr fahren wir dann zum einchecken zur Rohmühle. Es ist schon angenehm, wenn man sich einfach aufs WK-Rad setzt und zum Start rollen kann :-)

Das Einchecken ist schnell passiert. Anstellen muss ich mich nicht wirklich und so bin ich nach knapp 10 Minuten auch schon fertig. Danach geht die Warterei auf den Start los. Zuerst lümmeln Julia und ich auf einer Parkbank herum und beobachten - oder soll ehrlich sein, lästern über - diverse Triathleten. Gegen 9 Uhr mache ich mich dann aber auf den Weg zum Schwimmstart. Die Shuttlebusse fahren regelmäßig und 10 Minuten später sitze ich auf dem Rasen an der Fähre in Niederdollendorf und warte schon wieder. Ziemlich lange sogar.
9:50 Uhr, noch 20 Minuten, also gehe ich mich mal ein wenig warm laufen. Ein wenig Spannung in die müden Glieder pumpen.
10:00 Uhr, noch 10 Minuten, ich ziehe den Neo an. Aber nur bis zur Hüfte.
10:05 Uhr, wir gehen auf die Fähre. Die erste Startgruppe umfasst alle Einzelstarter bis AK35, also auch mich. Ich stehe irgendwo in Reihe 4 oder 5. Soll ich nach vorne drängeln? Ach quatsch, du willst sowieso locker anschwimmen. Aber die sehen so langsam aus um mich herum ... die üblichen Denkspielchen eben.
10:15 Uhr, die Fähre legt ab, es wird ernst. Ich ziehe den Neo an und richte die Brille.
10:30 Uhr, immer noch kein Start. Im Gegenteil jetzt heißt es 10 Minuten Verzögerung weil noch Schiffe auf dem Rhein stromaufwärts unterwegs sind. Mir ist warm, ich habe Durst und keine Lust mehr. Neo runter bis zur Hüfte.
10:40 Uhr, immer mehr Athleten ziehen den Neo wieder aus. Ich nehme die Badekappe ab, meine Haare sind gut nass geschwitzt.
10:50 Uhr, immer noch nichts neues
10:55 Uhr, die letzten 3 Schiffe erreichen unsere Position. Ein Blick in Richtung Rohmühle zeigt, dass der Rhein jetzt frei ist. Die Unruhe steigt wieder und wir ziehen uns wieder an.
11:00 Uhr, wir stehen jetzt inzwischen 1 Stunde auf der Stelle. Der Start muss jeden Moment erfolgen. Die Bugklappe senkt sich. Eine rote Leuchtkugel wird abgeschossen und dann geht es los.

Ich empfinde den Start als äußerst angenehm. OK ich hätte weniger Wellen erwartet. Aber durch die Strömung wird das Feld so schnell auseinander gerissen, dass keine engen Pulks entstehen. Überhaupt kein Gedränge, aber auch keinen Wasserschatten. Macht aber nichts, ich komme schnell ins Gleiten und mache einige Plätze gut.

Auf der 2. Hälfte schwimme ich auf eine Profifrau auf - zu erkennen an der violetten Badekappe. Also hänge ich mich hinten rein, Kopf runter, lange Züge, Kraft sparen. Sieh zu dass du den Puls runter kriegst, denke ich mir. Der Ausstieg - oder soll ich sagen Aufstieg - hat es in sich. Der erste aber auch einzige Fehler an diesem Tag. Denn besagte Profiathletin und damit ich hinter ihr, schwimmt viel zu spät zum Ausstieg. Am Ende muss ich noch mal 30-40 Sekunden Sprint einlegen um nicht am Ausstieg vorbei getrieben zu werden.

Dann raus aus dem Wasser und hoch zur Wechselzone. Den langen Weg bis zu meinem Rad versuche ich locker zu bleiben. Denn nach dem Wechsel geht es ja wieder direkt weiter bergauf nach Holtorf. Da sehe ich mein rotes Handtuch und meine weißen Laufschuhe. Äh Nein, dass ist gar nicht mein Rad. Wo ist mein Rad? ... Nach einer kurzen Schrecksekunde geht es weiter, bis zu meinem Rad sind es noch gut 30m. Neo aus, Helm auf, Brille auf, Startnummernband umgeschnallt und weiter geht es. Das übliche eben ...

Freitag, 15. Juni 2007

Schwimmen im Regen

Was soll man mit einem halben Tag Urlaub bei diesem Sauwetter machen? Geplant war vormittags ein langer Lauf und heute Abend dann ins Schwimmtraining. Just als ich die Laufsachen an habe fängt es wieder stärker an zu regnen *grummel*.
Was tun? "Da musst du jetzt durch" order lieber "was bringt alles Training, wenn du dir jetzt 2 Wochen vorm Ironman noch eine Erkältung einfängst" ... ich entscheide mich für die 2. Variante, packe meinen Neo und gehe ins Römerbad Schwimmen.

War wohl eine gute Entscheidung. 35x100m alle 1:40. Und ich fühle mich auch nach dem Training richtig gut. Sollte ich die für Frankfurt geplante Schwimmzeit nach unten korrigieren? Eigentlich habe ich ja die letzten 3-4 Monate vor allem das Schwimmtraining ziemlich vernachlässigt. Mehr als 1-2 mal pro Woche war ich nie im Wasser.

Mal sehen, was der Bonn Triathlon am Sonntag bringt. Dann weiß ich mehr über meine Schwimmform. Soooo schlecht kann sie aber nicht sein.

Samstag, 26. Mai 2007

Hinterrad gesucht

Tja das war ein mal ein Hinterrad. Gott sei Dank war gerade mal 1km gefahren, als mein Hinterrad erst seltsame Geräusche von sich gibt und dann die Bremse massiv schleift. Ein kurzer Blick zeigt sofort, dass das Laufrad schief eingespannt ist und sich auch nicht ausrichten lässt.


Das habe ich auch noch nicht gesehen, die Achse ist glatt abgebrochen. Da werde ich mir wohl einen neuen Laufradsatz bestellen müssen.

Freitag, 25. Mai 2007

Planung nimmt Formen an

Nachdem United Airlines unsere Flüge von LA nach Kona gestrichen hatte und uns via San Francisco umleiten wollte, hat Julia uns auf eine direkte Maschine von Frankfurt nach San Francisco gebucht.

Heute wurden die Flüge auch für die First Class bestätigt. :D


04.10.07 Abflug CGN 05:55 LH 1251 Ankunft FRA 06:40
04.10.07 Abflug FRA 09:45 LH 454 Ankunft SFO 11:55
04.10.07 Abflug SFO 16:10 UA 055 Ankunft KOA 18:29

25.10.07 Abflug LIH 21:05 UA 068 Ankunft LAX 05:33
26.10.07 Abflug LAX 18:35 LH 451 Ankunft FRA 14:15
27.10.07 Ab (DB) FRA 16:09 LH 6820 Ankunft Köln 17:04

Donnerstag, 3. Mai 2007

Fazit: Bonn Marathon

Tja ein Fazit ziehen ist schwierig.

Ich hatte mir eine 3h-Zeit vorgenommen und bin 2:58 gelaufen. Was will man mehr?

Eine Einschätzung meiner Form wäre das Ziel gewesen. Wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht genau einschätzen, wie viel schneller gegangen wäre. Sehr viel schneller nicht. Aber was hat die Hitze ausgemacht. Viele Läufer hatten Probleme. Die Pro's sprechen von ca. 5 Minuten die auf die Hitze zurückzuführen sind.

Am Ende muss ich aber hoch zufrieden sein. Den Leistungstest habe ich verletzungfrei bestanden und die Beine sind nach 1 Woche schon wieder fit.

Einer meiner Arbeitskollegen und Namensvetter ist beim Firmenlauf-Halbmarathon gestartet und bei Kilometer 18 kolabiert. Verdacht auf Herzinfarkt. Wenn man das hört, sind alle Fragen zum Thema Fazit beantwortet: ich bin gesund und fit!

Thomas, alles Gute von mir und Julia, vielen Dank für die Unterstützung.

Montag, 23. April 2007

Bonn Marathon

Triathleten sind ja schon bescheuert und ich bin einer von ihnen ... das ist mein Fazit des 22.04.2007.

An seinem 35. Geburtstag einen Marathon laufen, ist an sich schon grenzwertig. Aber den Marathon auch noch unter 3 Stunden laufen zu wollen, ist einfach bescheuert. Wieso tut man sich sowas an? Das habe ich mich von Kilometer 32 bis 42 gefragt.

Zurück zum Anfang. Geplant hatte ich einen glatten 3h-Marathon. Ich wollte sehen wo meine Form steht. Ich wollte auf keinen Fall 100% geben müssen. Trotzdem wollte ich mal sehen was denn geht. 4:14 auf den Kilometer sollten eine kleine Reserve schaffen, mehr nicht.

Gestartet bin ich mit mit dem 3h-Zugläufer. Allerdings ist mir das Tempo einfach zu langsam und prompt steht bei Kilometer 1 eine 3:58 auf der Uhr. Viel zu schnell. Bremsen, bremsen, bremsen.

Julia war vor dem Start noch mal nachhause gefahren. Sicherheitshalber. Denn ich hatte meine Voltaren-Tabletten vergessen - wegen dem Rücken. Bei T-Mobile steht sie dann und wartet auf mich. Alles bestens, ich gebe ihr ein Zeichen, dass ich nichts brauche. Kein Trinken, keine Schmerzmittel. Kilometer 7 geht es zurück über die Kennedybrücke. Die Zeiten sind immer noch zu schnell, aber unten am Rhein herrscht ein ziemlicher Gegenwind und hier bilden sich Grüppchen die es zu halten gilt.
Kilometer 14 Julia rollt auf dem Rad neben her. Die Ludwig-Ehrhard-Allee bietet mit ihren 4 Spuren auch mehr als genügend Platz ;-) Da es langsam warm wird, machen wir aus, dass ich auf auf der Kennedyallee eine Pinkelpause einlege und mein Windstopper-Undershirt ausziehe.

Julia nimmt das etwas zu ernst. Bei km 15, just an der Ecke zur Kennedyallee legt sie einen Salto vorwärts hin - incl Fahrrad wohlgemerkt. Schuld ist ein Hund, bzw. die quer über den Weg gespannte Hundeleine. Ich lege also meinen Boxenstopp ein und sehe was passiert ist. Erste Antwort: "nichts passiert, nur die Kette ist runter". Na wenn das mal stimmt? Ich laufe weiter und versuche meine Gruppe wieder zu kriegen.

Bis zum Halbmarathon ist alles wieder im Griff. Julia ist wieder in der Nähe und bis auf leichte Schmerzen in der Schulter und einer aufgeschürften Hand ist nichts passiert. Auch die Zeit ist im Griff: 1:27:41 ... perfekt denke ich. Übrigens holen wir gerade Joey Kelly wieder ein. Der war mir doch tatsächlich bei Km 4 weggelaufen.

Bis Km 22 - wir sind in Mehlem - geht es doch spürbar bergauf und dann rechts um die Ecke zurück in Richtung Bonn. Der Gegenwind ist überstanden. Dafür ist aber auch die Kühlung weg und die Gruppe, die sich aufgrund des Gegenwinds gebildet hatte, splittert spürbar auf. Nach fünf Kilometer (Km 26) bin ich alleine und laufe in Richtung Friesdorf. Julia hat sich bereits nach vorne verabschiedet. In Friesdorf wartet mein "Fanclub" bestehend aus Julia, Renate, Maria, Jo, Otto, Günter, Henry und meiner Mutter. Es gilt also gut auszusehen :D




Danach wird es anstrengend. Km 30 ist erreicht, die Wärme wird zur Hitze, der Körper will so langsam nicht mehr und Zuschauer sind hier auch nicht allzu viele. Kurz gesagt, jetzt kommt die Passage in der hauptsächlich der Kopf zählt.
"Julia nervt" denke ich ... sorry Süße das ist keine Kritik und du weißt ja auch wie ich es meine ... ich will meine Ruhe und am liebsten im Ziel sein. Eigentlich nervt jeder, die Strecke und am meisten die Schmerzen in den Beinen. Wieso fällt es mir inzwischen so schwer das Tempo unter 4:30 pro Kilometer zu halten?

Julia baut mich auf. Sie kontrolliert den Zeitplan. Ich bin noch auf Kurs. Also immer weiter laufen, nicht locker lassen.

Dann ist endlich der Kilometer 40 erreicht. Eben noch 2 Kilometer, denke ich und werde just in diesem Moment von der 3h-Gruppe eingeholt. Ein leichter Anflug von Unsicherheit macht sich breit. Kann ich das Tempo halten? Hat sich Julia verrechnet? Mein blutleeres Hirn ist sowieso nicht mehr in der Lage sowas nachzurechnen.

Alles Geben ist jetzt das Motto. Keine Ahnung wie, aber ich schaffe es tatsächlich die letzten 1,2 Kilometer wieder auf das 4:14er Tempo zu beschleunigen und laufe nach 2:58:47 über die Ziellinie.

Samstag, 21. April 2007

Schlechte Zeichen

Die letzte Trainingseinheit vor dem Bonn Marathon musste ich nach nicht mal 4 Minuten abbrechen. Ich habe mir einen Brustwirbel ausgerenkt. Kühle Temperaturen, noch nicht aufgewärmt und dann auch noch die harten ASICS DS Trainer waren wohl zu viel.

Jetzt muss ich mit Gymnastik, Voltaren und Ruhe gegensteuern .... das wird schon