Mittwoch, 10. Oktober 2007

Tag 1 - Nichtstun

Heute gibt’s nicht viel zu erzählen. Wir gehen shoppen. Die obligatorischen T-Shirts, ein Paar Crocks und ein Badeanzug für Julia sind die Ausbeute; außerdem noch Obst vom Farmers Market. Am Nachmittag reicht 1 Stunde am Strand um den ersten Sonnenbrand zu produzieren. OK, es war eher 1 Stunde im Wasser, aber dafür mit Lichtschutzfaktor 30.

Der Flug

Inzwischen sind annähernd 24 Stunden vergangen seit dem der Wecker geklingelt hat. Ich sitze in der United 55 von San Francisco nach Kona und bekämpfe die Müdigkeit ... mit Schreiben. Denn die Müdigkeit nimmt einem auch ein aufs extremste angenehmer Flug in einer Lufthansa First Class niemand. Was gibt’s neues?

4:00 Uhr heute früh ist Julia aufgestanden. Ohne Wecker. Nach einer sehr nervösen Nacht ist sie Punkt 4 Uhr auf den Beinen. Ich bleibe noch 5 Minuten liegen.

4:15 Uhr ist Otto schon da. Julia’s Papa quält sich extra für uns aus dem Bett und fährt uns zum Flughafen.

Die Summe aller "Verfrühungen" führt dazu, dass wir bereits vor 5 Uhr am Flughafen sind und sogar ein paar Minuten warten müssen bis der Checkin-Schalter öffnet. Egal. Wir sind da, jetzt kann nichts mehr schief gehen. Oder sagen wir, fast nichts. Die Kleinigkeiten gibt es eben doch. Beim Check-In lässt sich Julias Bordkarte für das letzte Segment SFO nach KOA nicht ausdrucken. Man wird die Lounge in Frankfurt informieren und sehen, dass man das dort regelt. Das nenne ich entspannten Service.

Mit der Cityline und einer kleinen AVRO - auch Jumbolino genannt - geht’s nach Frankfurt und dort schnurstracks zum First Class Terminal. Das können wir wirklich nur empfehlen. Gediegenes Ambiente, nicht aufdringlich, aber alles vom feinsten und bester Service. Apropos, auch die ca. 3 Stunden Aufenthalt in Frankfurt reichen nicht, um für Julia ein Ticket zu bekommen. Vermutlich ist da irgendwas bei der Bestätigung schief gelaufen.
Kurz vor knapp werden wir abgeholt und mit einem Shuttle direkt zum Gate gefahren. Rein in den Flieger und schon gehen die Türen zu. Allerdings dauert es dann doch noch ca. 20 Minuten bis zum Pushback, angeblich spätes Gepäck. Naja was soll’s der Champagner versüßt das Warten.

Es folgen knapp 12 Stunden Flug im Obergeschoß einer 747. Für einen Flugzeugfan wie mich, gleicht das natürlich einem Festtag. Die Route verläuft auch noch extrem weit nördlich.

Wir fliegen über Bremen auf die Nordsee und sogar nördlich an Schottland und Island vorbei. Leider klart der Himmel erst über Grönland auf. Aber immerhin, zum ersten Mal überhaupt habe ich das Glück Grönland ohne Wolken zu sehen. Atemberaubend. Danach probieren fast alle die Betten aus ;-)

Angekommen in San Francisco geht der Kampf um die First-Tickets weiter. Beim Check-In beißen wir auf Granit und müssen uns erst mal mit Eco-Tickets begnügen. Aber immerhin nebeneinander. Also gehen wir durch die Security, besorgen uns was zu essen, gehen ein wenig shoppen und sehen eine A380. Ja wirklich. Plötzlich meint Julia, schau mal da steht eine A380. Ich kann es erst gar nicht glauben, suche nach einem Modellflieger oder ähnlichem. Aber tatsächlich, anscheinend ist heute ein Veranstaltung mit einer A380 in Werksfarben.

Beim Boarding versucht Julia es erneut und hat diesmal Erfolg. Sie bekommt ein First-Class-Ticket. Allerdings ohne Chance, dass ich ein Upgrade bekomme.

Und so sitzen wir jetzt getrennt. Ich in der vorletzten Reihe (33) und sie fast ganz vorne in Reihe 4.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Countdown

Der Countdown ist bei 1 angekommen. Die Koffer, oder besser Taschen, sind gepackt. Morgen früh um 4:30 Uhr gehts los in Richtung Flughafen. Das nächste Posting kommt dann wohl aus Kona.

Montag, 3. September 2007

Mein erster Triathlon

Ok – leicht gelogen, es war nur eine Staffel - aber immerhin!

Der Bonn-Triathlon war der Auslöser. Heike und ich sind auf die Idee gekommen, was die können, können wir auch! Also, Ausschreibung im Büro und letztendlich hatten wir 3 gemeldete Phoenix Staffeln (1 x Männer, 2 x Frauen) für den Köln Triathlon – Company’s Team Cup am 01.09.



Nachdem alle irgendwelche Wehwehchen die Woche vor dem Triathlon hatten und am liebsten gar nicht an den Start gegangen wären, waren am Samstag um 10:00 Uhr doch alle pünktlich – im schönen Phoenix-Dress – zur Stelle. Auf der Fahrt nach Köln war ich noch relativ ruhig, obwohl die Nervosität seit dem Frühstück auch so langsam bei mir Einzug gehalten hat.
Nachdem wir dann angekommen und geparkt hatten, hieß es Startunterlagen abholen. Ok –kein Problem.
Der nächste Punkt – Räder einchecken, auch kein Problem, ich war ja Schwimmer...

Dann die Wettkampfbesprechung. Ich habe mir nur gedacht, daß ich mir den Neo jetzt schon mal anziehen könnte, zumindest bis zur Hüfte. Habe ja eh immer Probleme rein und rauszukommen. Ging diesmal aber relativ gut. Wettkampfbesprechung und dann hieß es, Schwimmer bitte an den Start. Letzter Fotostop im Neo und Badekappe vorm Schwimmeinstieg. Hoffentlich sieht man auf den Fotos nicht, daß mein Herz schon in der Hose hing...



Ab ins Wasser – Sch... war das kalt. Respekt all denjenigen, die ohne Neo geschwommen sind. Laut Thomas sollte ich in das 3. Drittel der Regattabahn schwimmen und von dort starten. Letzte Glückwünsche noch im Wasser und wir beide haben unsere Startpositionen eingenommen. Um mich rum, alles ruhig, kein Gedränge. Habe mich dann an der Startlinie in 1. Reihe wiedergefunden. Countdown und dann ging’s schon los. Ich bin meinen Rhythmus von Anfang an geschwommen. Irgendwann fiel mir ein, daß mein Trainer ja gesagt hatte, ich solle den Anfang zügig schwimmen. Ok – 20 m, aber das hat auch nicht viel gebracht, also wieder mein Rhythmus. Es gab einige Prügeleien und Beinschläge, aber Thomas hat mich wirklich gut vorbereitet. Dann der Wendepunkt. Zurück ging’s blitzschnell. Ein „super“ Schwimmer (zumindest dachte er das) wollte mich aber nicht vorbeilassen. Außen rum und vorbei – geht doch! Und dann kam schon der Ausstieg. Wie, war’s schon vorbei? Ich war so gut in der Luft, daß ich hätte weiterschwimmen können, kein Problem. Uhr gestoppt und den ellenlangen Weg zur Wechselzone gelaufen. Von dem Weg habe ich nicht wirklich viel mitbekommen, habe die Phoenix-Leute gesehen, irgendwann noch Thomas und dann war ich auch schon in der Wechselzone. Aber wo sind meine Leute?

Keinen gesehen, aber dank der schönen dezenten T-Shirt Farbe, habe ich alle gefunden. Nur meine Radfahrerin nicht!? Kein Wunder, sie kniete schon am Boden und war damit beschäftigt, den Chip von meinem Bein abzunehmen. Blick auf die Uhr 13:55 Minuten. Nicht schlecht! Wollte die 700 m eigentlich in 14 Minuten schwimmen, aber 750 m in 13:55 Minuten sind ja auch nicht schlecht J. Mit dem Rest hatten wir Schwimmer ja dann nicht mehr allzu viel zu tun. Aber ich muß sagen, trotz Muffensausen, hat es ’ne Menge Spaß gemacht! Weiteres kann kommen...!

Samstag, 25. August 2007

Die 40-Tage-Marke ...

Die Quali ist verpasst, neue sportliche Ziele haben wir auch schon gesetzt und seit gestern habe ich das ordentliche Training wieder aufgenommen. Und trotzdem... inzwischen freue ich mich auch ohne Quali riesig auf den Urlaub. Hawaii wir kommen. Nur noch 40 Tage.

Samstag, 21. Juli 2007

Neue Ziele müssen her

Ich hatte nicht lange gebraucht, um die Entscheidung zu fällen. Mit so einem Katastrophenrennen wie in Frankfurt kann ich nicht aufhören. Aber noch mal so ein Lutscherrennen wie am 01.07 wollte ich auch nicht erleben müssen.
Welches Rennen liegt in erträglicher Distanz und hat eine selektive Radstrecke? Genau :D Ich stehe inzwischen auf der Teilnehmerliste für den Ironman Lanzarote 2008.

Vom 29.02 - ja das Datum gibts wirklich ;- - 11.03 werden Julia und ich auf Lanzarote ein Trainingslager einschieben. Damit sollte ich bis zum Wettkampf im Mai ausreichende Streckenkenntnis und Radform haben.

Dienstag, 10. Juli 2007

Wien - wir kommen!

Nachdem der Ironman nun vorbei war, wir beide wieder etwas fitter waren und uns die Knochen und Muskeln auch nicht mehr allzu weh taten, wurde es Zeit, Thomas’ Geburtstagsgeschenk einzulösen – d.h. ab nach Wien.

Freitag – 06.07.07
Leider habe ich mich bei meiner Planung etwas vertan. Laut meinem Wissenstand, dauert die Fahrt nach Dortmund max. 1 Stunde – ich sollte mir wirklich öfter mal den Atlas anschauen ;-)
Also, ich hatte Flüge ab/bis Dortmund mit Germanwings gebucht. Thomas hat vormittags noch gearbeitet, teils in der Firma, teils zu Hause. Um 13:30 Uhr sind wir dann losgefahren. In guter Hoffnung – etwas mehr als 3 Stunden sollten ja eigentlich reichen!
In Beuel ging’s schon los. Aber warum höre ich auch auf Thomas? Ich fahre diesen Weg jeden Morgen mit dem Auto zum Büro, ich weiß, daß man auf dieser Spur nur links fahren kann und nicht geradeaus... Also, 10 Minuten Sucherei durch die kleinen Nebenstraßen von Beuel um wieder zurück auf die Hauptstraße zu gelangen. Endlich auf der Autobahn nahm das Grauen dann seinen Lauf. Ab Köln ging es nur noch langsam voran. Wir waren aber immer noch guter Hoffnung. Nachdem eine Baustelle nach der anderen kam, schwand unser Mut allerdings ein wenig.
15:00 Uhr – so langsam wird’s knapp. Stau auf der Autobahn und nur Stop&Go. Ok – runter von der Autobahn und hoffen, daß wir noch pünktlich ankommen.
15:15 Uhr immer noch nicht am Flughafen, sondern irgendwo auf einer Bundesstraße in Dortmund. Kein Ende in Sicht.
15:35 Uhr – Flughafen gesichtet.
15:40 Uhr – Fahrt ins Parkhaus P5 und strammer Fußmarsch zu den Terminals (ca. 10 Min.)
15:50 Uhr – Wir haben’s geschafft!
Ehrlich gesagt hatten wir beide nicht mehr damit gerechnet, den Flug noch zu erreichen. Wenn wir uns an das Tempolimit gehalten hätten, wäre es bestimmt noch schwieriger geworden, den Flug zu bekommen. Last CheckIn wäre um 16:10 Uhr gewesen.

Endlich in Wien angekommen, haben wir erstmal unser Hotel gesucht und auch ohne weitere Probleme gefunden. Das Hotel war modern und nett, unser Zimmer im 6. Stock mit Balkon und Blick in den Hof bzw. vom Balkon über die Dächer von Wien auf’s Zentrum.
Da es schon 20:00 Uhr war, haben wir uns relativ schnell wieder in die Innenstadt bewegt und nach einiger Sucherei auch ein österreichisches Restaurant gefunden. Pfifferlinge und Semmelknödel bzw. Käsespätzle und natürlich das obligatorische Bier haben dann ganz gut getan. Zum Nachtisch und beim nächtlichen Bummel durch Wien gab es noch ein lecker Eis.

Samstag – 07.07.07
Ausschlafen – ok um 08:00 Uhr waren wir schon wach. Suche nach dem Café Zentral, ein von Olli und Dörte empfohlenen Kaffeehaus, und ein Wiener Frühstück (bestehend aus Brötchen, Honig, Aprikosenmarmelade, weiches Ei und Kaffee). Nachdem wir gut gestärkt waren, ging’s zum Shoppen in die Stadt. Dort waren wir auch relativ erfolgreich. Mittags, als sich wieder der kleine Hunger eingestellt hat, sind wir ins Pfiff (bzw. Tresznjewski). Kleine belegte Brote und ein 0,1 l Bier haben uns erstmal weitergeholfen.
Nachmittags, nachdem uns schon die Füße weh taten, sind wir zurück ins Hotel, haben den Computer geholt und sind in ein Café mit kostenlosem Internetanschluß gegangen. Nach 2 Kaffee, 1 Stück Kuchen und viel Rumrecherchierei haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht und ein wenig Tour de France geschaut. Zum Abendessen sind wir in der Nähe von unserem Hotel geblieben. Salat, Spareribs bzw. Hühnchen und Apfelstrudel sollten eigentlich unseren Hunger stillen. Haben sie anfangs auch. Jedoch ging es mir auf dem Rückweg ins Hotel immer schlechter. Magenkrämpfe und Übelkeit haben mir den Heimweg wirklich nicht einfach gemacht. Irgendwann, während des Boxkampfes im Fernsehen, hat sich mein Magen ein wenig beruhigt und ich konnte in Ruhe einschlafen.

Sonntag – 08.07.07
Wir sollten mal wieder lernen, länger zu schlafen. Wenn man um 07:30 Uhr aufsteht, ist es schwierig sonntags um 09:00 Uhr irgendwo frühstücken zu gehen. Nachdem wir erfolglos vor ein paar geschlossenen Cafés standen, haben wir uns um den ersten Hunger zu stillen, erstmal eine Kleinigkeit in der Bäckerei geholt. Zurück im Hotel hieß es packen, auschecken und wieder zurück zum Café, welches mittlerweile geöffnet war.
Gut gestärkt, ging es dann zum Schloß Schönbrunn. Nett – aber ziemlich groß und ziemlich touristisch. Der Schloßpark und der alte Brunnen haben uns besser gefallen, als das Schloß an sich. Oder war es doch nur das Faulenzen auf der Bank und das fachmännische Dokumentieren der Jogger/Läufer ;-) ?
Noch ein wenig Bummeln in der Stadt, ein Kaffee und Stück Torte im Café Central, ein vergeblicher Besuch im Kaffeemuseum und ein langer Spaziergang u.a. über den Uni-Campus rundeten unseren Wien-Aufenthalt dann ab.
Der wirklich interessante Teil kam dann erst am Flughafen. Der CheckIn sollte um 16:45 Uhr aufmachen, d.h. natürlich daß man sich spätestens um 16:15 Uhr anstellen muß!
Auf der Suche nach Mc Donalds hatten wir den Flughafen innerhalb von 30 Minuten durch.
Das Boarding war dann auch wieder interessant. Man stellt sich am besten, sobald man vor dem Gate steht, sofort in eine Schlange, damit man auch ja den besten Sitzplatz bekommt! Von Passagierzahlen, die normalerweise bei Germanwings-Flügen aufgerufen werden, war weit und breit keine Spur. In der Maschine saßen wir dann Anfangs hinter der Notausgangsreihe. 3 Wuchtbrummen vor uns und diverse intellektuelle Gesprächsthemen zwangen uns leider weiter nach hinten umzuziehen. Nach Ankunft in Dortmund haben wir’s erstmal hinbekommen, daß wir kostenlos parken konnten (dank den Expedienten-Rabatten). Ok – so einfach war’s dann auch nicht, man hätte es vorab anmelden müssen etc...
Die nächste Frage stellt sich dann auch, laufen wir die 10 Minuten zurück zum Parkhaus oder nehmen wir den Shuttle-Bus? Wir nehmen den Bus! Der Bus wurde immer voller und voller, was natürlich selbstverständlich war, da eine Air Berlin Maschine aus Mallorca und eine Germinwings Maschine aus Wien zeitgleich gelandet waren. Aber anstatt einen Zusatzbus zu den Stoßzeiten einzusetzen, verharrt man auf dem Zeitplan. Nach 10 Minuten genervten Rumstehen bzw. Sitzen im Bus waren wir endlich am Auto und sind ohne Stau um 22:05 Uhr zu Hause angekommen.
Fazit: trotz der „kleinen und großen“ Hindernissen hatten wir ein schönes, heißes und sonniges Wochenende.

Thomas hat sich auch schon direkt auf den Wochenanfang gefreut. Auf der Fahrt nach Dortmund hatte er erfahren, daß er Montag morgens direkt nach Bahrain fliegen darf...