Dienstag, 10. Juli 2007

Wien - wir kommen!

Nachdem der Ironman nun vorbei war, wir beide wieder etwas fitter waren und uns die Knochen und Muskeln auch nicht mehr allzu weh taten, wurde es Zeit, Thomas’ Geburtstagsgeschenk einzulösen – d.h. ab nach Wien.

Freitag – 06.07.07
Leider habe ich mich bei meiner Planung etwas vertan. Laut meinem Wissenstand, dauert die Fahrt nach Dortmund max. 1 Stunde – ich sollte mir wirklich öfter mal den Atlas anschauen ;-)
Also, ich hatte Flüge ab/bis Dortmund mit Germanwings gebucht. Thomas hat vormittags noch gearbeitet, teils in der Firma, teils zu Hause. Um 13:30 Uhr sind wir dann losgefahren. In guter Hoffnung – etwas mehr als 3 Stunden sollten ja eigentlich reichen!
In Beuel ging’s schon los. Aber warum höre ich auch auf Thomas? Ich fahre diesen Weg jeden Morgen mit dem Auto zum Büro, ich weiß, daß man auf dieser Spur nur links fahren kann und nicht geradeaus... Also, 10 Minuten Sucherei durch die kleinen Nebenstraßen von Beuel um wieder zurück auf die Hauptstraße zu gelangen. Endlich auf der Autobahn nahm das Grauen dann seinen Lauf. Ab Köln ging es nur noch langsam voran. Wir waren aber immer noch guter Hoffnung. Nachdem eine Baustelle nach der anderen kam, schwand unser Mut allerdings ein wenig.
15:00 Uhr – so langsam wird’s knapp. Stau auf der Autobahn und nur Stop&Go. Ok – runter von der Autobahn und hoffen, daß wir noch pünktlich ankommen.
15:15 Uhr immer noch nicht am Flughafen, sondern irgendwo auf einer Bundesstraße in Dortmund. Kein Ende in Sicht.
15:35 Uhr – Flughafen gesichtet.
15:40 Uhr – Fahrt ins Parkhaus P5 und strammer Fußmarsch zu den Terminals (ca. 10 Min.)
15:50 Uhr – Wir haben’s geschafft!
Ehrlich gesagt hatten wir beide nicht mehr damit gerechnet, den Flug noch zu erreichen. Wenn wir uns an das Tempolimit gehalten hätten, wäre es bestimmt noch schwieriger geworden, den Flug zu bekommen. Last CheckIn wäre um 16:10 Uhr gewesen.

Endlich in Wien angekommen, haben wir erstmal unser Hotel gesucht und auch ohne weitere Probleme gefunden. Das Hotel war modern und nett, unser Zimmer im 6. Stock mit Balkon und Blick in den Hof bzw. vom Balkon über die Dächer von Wien auf’s Zentrum.
Da es schon 20:00 Uhr war, haben wir uns relativ schnell wieder in die Innenstadt bewegt und nach einiger Sucherei auch ein österreichisches Restaurant gefunden. Pfifferlinge und Semmelknödel bzw. Käsespätzle und natürlich das obligatorische Bier haben dann ganz gut getan. Zum Nachtisch und beim nächtlichen Bummel durch Wien gab es noch ein lecker Eis.

Samstag – 07.07.07
Ausschlafen – ok um 08:00 Uhr waren wir schon wach. Suche nach dem Café Zentral, ein von Olli und Dörte empfohlenen Kaffeehaus, und ein Wiener Frühstück (bestehend aus Brötchen, Honig, Aprikosenmarmelade, weiches Ei und Kaffee). Nachdem wir gut gestärkt waren, ging’s zum Shoppen in die Stadt. Dort waren wir auch relativ erfolgreich. Mittags, als sich wieder der kleine Hunger eingestellt hat, sind wir ins Pfiff (bzw. Tresznjewski). Kleine belegte Brote und ein 0,1 l Bier haben uns erstmal weitergeholfen.
Nachmittags, nachdem uns schon die Füße weh taten, sind wir zurück ins Hotel, haben den Computer geholt und sind in ein Café mit kostenlosem Internetanschluß gegangen. Nach 2 Kaffee, 1 Stück Kuchen und viel Rumrecherchierei haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht und ein wenig Tour de France geschaut. Zum Abendessen sind wir in der Nähe von unserem Hotel geblieben. Salat, Spareribs bzw. Hühnchen und Apfelstrudel sollten eigentlich unseren Hunger stillen. Haben sie anfangs auch. Jedoch ging es mir auf dem Rückweg ins Hotel immer schlechter. Magenkrämpfe und Übelkeit haben mir den Heimweg wirklich nicht einfach gemacht. Irgendwann, während des Boxkampfes im Fernsehen, hat sich mein Magen ein wenig beruhigt und ich konnte in Ruhe einschlafen.

Sonntag – 08.07.07
Wir sollten mal wieder lernen, länger zu schlafen. Wenn man um 07:30 Uhr aufsteht, ist es schwierig sonntags um 09:00 Uhr irgendwo frühstücken zu gehen. Nachdem wir erfolglos vor ein paar geschlossenen Cafés standen, haben wir uns um den ersten Hunger zu stillen, erstmal eine Kleinigkeit in der Bäckerei geholt. Zurück im Hotel hieß es packen, auschecken und wieder zurück zum Café, welches mittlerweile geöffnet war.
Gut gestärkt, ging es dann zum Schloß Schönbrunn. Nett – aber ziemlich groß und ziemlich touristisch. Der Schloßpark und der alte Brunnen haben uns besser gefallen, als das Schloß an sich. Oder war es doch nur das Faulenzen auf der Bank und das fachmännische Dokumentieren der Jogger/Läufer ;-) ?
Noch ein wenig Bummeln in der Stadt, ein Kaffee und Stück Torte im Café Central, ein vergeblicher Besuch im Kaffeemuseum und ein langer Spaziergang u.a. über den Uni-Campus rundeten unseren Wien-Aufenthalt dann ab.
Der wirklich interessante Teil kam dann erst am Flughafen. Der CheckIn sollte um 16:45 Uhr aufmachen, d.h. natürlich daß man sich spätestens um 16:15 Uhr anstellen muß!
Auf der Suche nach Mc Donalds hatten wir den Flughafen innerhalb von 30 Minuten durch.
Das Boarding war dann auch wieder interessant. Man stellt sich am besten, sobald man vor dem Gate steht, sofort in eine Schlange, damit man auch ja den besten Sitzplatz bekommt! Von Passagierzahlen, die normalerweise bei Germanwings-Flügen aufgerufen werden, war weit und breit keine Spur. In der Maschine saßen wir dann Anfangs hinter der Notausgangsreihe. 3 Wuchtbrummen vor uns und diverse intellektuelle Gesprächsthemen zwangen uns leider weiter nach hinten umzuziehen. Nach Ankunft in Dortmund haben wir’s erstmal hinbekommen, daß wir kostenlos parken konnten (dank den Expedienten-Rabatten). Ok – so einfach war’s dann auch nicht, man hätte es vorab anmelden müssen etc...
Die nächste Frage stellt sich dann auch, laufen wir die 10 Minuten zurück zum Parkhaus oder nehmen wir den Shuttle-Bus? Wir nehmen den Bus! Der Bus wurde immer voller und voller, was natürlich selbstverständlich war, da eine Air Berlin Maschine aus Mallorca und eine Germinwings Maschine aus Wien zeitgleich gelandet waren. Aber anstatt einen Zusatzbus zu den Stoßzeiten einzusetzen, verharrt man auf dem Zeitplan. Nach 10 Minuten genervten Rumstehen bzw. Sitzen im Bus waren wir endlich am Auto und sind ohne Stau um 22:05 Uhr zu Hause angekommen.
Fazit: trotz der „kleinen und großen“ Hindernissen hatten wir ein schönes, heißes und sonniges Wochenende.

Thomas hat sich auch schon direkt auf den Wochenanfang gefreut. Auf der Fahrt nach Dortmund hatte er erfahren, daß er Montag morgens direkt nach Bahrain fliegen darf...

2 Kommentare:

Thomas hat gesagt…

Das waren keine 10 Minuten Sucherei. Das waren aller aller allerhöchstens 4:59 Minuten. Außerdem, was kann ich dafür, dass du so langsam fährst.

Unknown hat gesagt…

Wer langsam fährt kommt auch ans Ziel - und ganz ohne geplatzte Reifen, gell ;-)